Depot absichern

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Oft liest man davon, sein Depot abzusichern um in unsicheren Marktsituationen nicht mit einem massiven Verlust im Depot dazustehen. Manche möchten Ihr Depot absichern, wenn Sie in den Urlaub fahren. Doch wie geht es sein Depot abzusichern?

Dazu möchten wir Ihnen unterschiedliche Methoden aufzeigen, um in allen Situationen abgesichert zu sein.

Die Order Absicherung

Die bekannteste Variante ist eine Absicherung mittels einer Stopp Loss Order oder Trailing Loss Order.

Bei der Stopp Loss Order handelt es sich um die bekannteste und einfachste Art sich vor Verlusten abzusichern. Dabei geben Sie Ihrer Bank einen Kurs vor, der als Ihre Grenze dient, bei der die Bank Ihre Wertpapiere verkaufen soll. Dies geschieht völlig automatisch.

Bei der Trailing Loss Order ist das Prinzip ähnlich der Stopp Loss Order. Mit dem feinen Unterschied, dass die Stopp Grenze im vorgegebenen Abstand mitwandert und Sie so noch etwas Gewinn mitnehmen könnten.

Als Beispiel haben wir Wertpapiere für 30 € gekauft und der aktuelle Kurs ist nun bei 33 €. Wir geben ein Trailing Loss Order in Auftrag mit einer Stopp Grenze von 31,50 € und einem Abstand von 1,50 €.

Sollte der Kurs nun fallen bleibt unser Stopp bei 31,50 €, sollte der Kurs jedoch auf 35 € steigen, steigt unser Stopp auf 33,50 €. Wir folgen dem Kurs immer mit unserem vorgegebenen Abstand von 1,50 €. Fällt der Kurs zwischenzeitlich bleibt unser Stopp an dem Punkt stehen und greift im Notfall ein.

Zertifikate Absicherung

Für die Absicherung eignet sich bei den Zertifikaten am besten ein Reverse Bonuszertifikat.

Ein Bonuszertifikat zahlt einen Bonus, wenn eine bestimmte Schwelle nicht überschritten wird, im Normalfall wird dies für steigende Kurse genutzt. Mit einem Reverse Bonuszertifikat setzten Sie auf fallende Kurse.

Zertifikate haben eine mehrmonatige Laufzeit und sind für längerfristige Absicherungen geeignet, Sie können die Zertifikate bei nicht Bedarf jederzeit wieder an der Börse verkaufen.

Optionsscheine

Mit Put Optionsscheine spekulieren Anleger auf fallende Kurse. Da Optionsscheine mit einem Hebel versehen sind steigt der Wert des Optionsschein überdurchschnittlich im Vergleich zum Basiswert.

Aus diesem Grund sollte man sich ausrechnen, wie viele Optionsscheine benötigt werden, um sein Depot abzusichern.

Wir haben 10.000 € in europäische Aktien investiert und möchten diese absichern. Daher haben wir uns eine Put Option auf den Euro Stoxx 50 herausgesucht. 

Kommen wir nun zum Bedarf an Optionsscheinen:

10.000 € (investiertes Kapital) / 3000 (aktueller Kurs Euro Stoxx 50) x (1/0,01(Bezugsverhältnis des Optionsscheins)= 333,33 Optionsscheine.

Wir benötigen also 333 Optionsscheine, um unser Depot abzusichern.

333 Optionsscheine x 3,50 € (Kurs des Optionsschein) =1165,50 € Aufzuwendende Summe.

CFD Absicherung

Mit CFDs können Sie ebenfalls auf fallende Kurse setzen und Ihr Depot abzusichern.

Sie möchten 10.000 € absichern mittels eines CFDs. Bei Aktien beträgt die Einlage 20 %, das heißt Sie müssten 2.000 € aufwenden, um 10.000 € abzusichern. die restlichen 8.000 € stellt Ihr Broker dabei als Darlehen zur Verfügung.

Fällt der Kurs der Aktie in der Zeit um 20 % erhalten Sie Ihre 2.000 € ausgezahlt. CFDs sind für Absicherungen unter Tags geeignet, da beim Halten der Position über die Nacht hinweg fallen zusätzlich Gebühren an.

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