Risikostreuung

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Die wichtigste Regel an der Börse setze nicht alles auf eine Karte. Man hat es am jüngsten Beispiel gesehen was mit einem Depot passieren kann, wenn man den größten Teil seines Vermögens auf ein Investment gesetzt hat.

Wirecard hat vielen Anlegern in kürzester Zeit, das Depot ruiniert. Risikostreuung ist dabei sehr wichtig und von vielen nicht beachtet.

Aus diesem Grund sollte man sein Depot breit streuen, dies senkt das Risiko enorm. So bestimmt dann die Depotentwicklung nicht mehr eine einzige Aktie, sondern gute und weniger gute Investitionen gleichen sich aus und das Depot entwickelt sich gleichmäßiger. 

Das Deutsche Aktieninstitut empfiehlt acht bis zehn verschiedene Aktien für ein gut gestreutes Depot. Andere Experten empfehlen eine Streuung in unterschiedlichen Branchen.

Die Meinung des Deutschen Aktieninstituts kann ich da leider nicht teilen. Wie in der Coronakrise im März 20 zu sehen war, sind alle Aktien in der Panik abverkauft worden und eine Streuung in 10 Aktientiteln hätte es auch nicht aufgefangen.

Ich persönlich setzte, da lieber auf die vier Säulen Strategie. Das Geld ist komplett verteilt und es schläft sich ruhiger auch bei einem Börsencrash.

1. Säule: Edelmetalle 25%

25 % des vorhandenen Kapitals steckt dabei in physischen Edelmetallen, wie Gold oder Silber. Ob Münze oder Barren spielt dabei keine Rolle. Dies hat zu einem den Vorteil, dass ein Inflationsschutz besteht, besonders nach einem Crash.

Wie Sie das Gold am besten Lagern und welche Kosten dabei entstehen, sollten Sie sich im Vorfeld informieren. Zu kaufen gibt es Gold bei Ihrer Hausbank oder im Internet bei seriösen Händlern.

Eine gute Goldpreisvergleichsseite finden Sie hier: Goldpreise vergleichen

2. Säule: Tagesgeld/Notgroschen 15 %

Tagesgeldkonten bieten in der aktuellen Zeit keine nennenswerte Rendite, jedoch sollten trotzdem 15 % des Kapitals dort angelegt sein. Als Notgroschen bei unerwarteten Ausgaben sind Sie somit nicht drauf angewiesen Ihr Gold oder Aktien zu verkaufen.

Da meistens unerwartete Investitionen immer zum ungünstigsten Zeitpunkt auftreten. Sei es ein unerwarteter Werkstattbesuch oder eine defekte Waschmaschine, mit dem Tagesgeldkonto können Sie solchen Situationen entspannt entgegentreten.

Hier zu haben wir einen guten Tagesgeldvergleichsrechner:

3. Säule: ETF 30 %

Ein ETF bildet passiv einen Index ab und können wie Aktien an der Börse gehandelt werden. Dabei sind die Gebühren sehr niedrig und die Streuung je nach ETF enorm groß.

Ist dies noch in einem Sparplan realisiert profitieren Sie bei sinkenden Kursen von günstigeren Einstiegspreisen und nach der Krise von stetig steigenden Kursen. Die Verwaltungsgebühren sind bei guten ETFs von 0,09 % bis zu 0,50 % pro Jahr sehr gering im Vergleich zu aktiv Verwaltenden Aktienfonds.

Setzen Sie auch hier nicht nur auf einen ETF, sondern splitten die 30 % in mehrere ETFs, die verschiedene Weltregionen und Branchen abdecken.

Der MSCI World Index hat zum Beispiel 1600 Aktien aufgelistet verteilt auf die ganze Welt. So können regionale Krisen aus dem Weg gegangen werden.

ETF

4. Säule: Aktien 30 %

Die letzten 30 % des Vermögens können dann in Aktien Einzeltiteln investiert werden. Wer dem Risiko ganz aus dem Weg gehen möchte, greift zu BlueChips Aktien. Das sind Unternehmen mit einem hohen Börsenwert, die seit Jahrzehnten auf dem Markt bestehen. Eine Krise wird den meisten BlueChips nicht in die Insolvenz treiben, auszuschließen ist dies jedoch nie.

Wer jedoch auf Nervenkitzel steht kann die 30 % auch wieder aufteilen auf konservative Unternehmen, die langsam aber beständig wachsen und auf spekulative Aktien mit erhöhtem Risiko.

Ich persönlich habe die 4. Säule auf 20 % BlueChips und 10 % spekulative Aktien aufgeteilt. Es sollte jeder für sich selber das Risiko abschätzen.

Die Risikostreuung wird von vielen gepredigt, jedoch missachten vor allem Börsenneulinge diese wichtige Regel des Kapitalschutzes. In guten Zeiten an der Börsen liest man oft, wie Anleger mit 100 % ihres Vermögens in Aktien investiert sind. Dies funktioniert auch so lange wir in einem Bullenmarkt sind.

Jedoch kann nie jemand genau Vorhersagen, wann der nächste Crash kommt. Die Corona Krise hat dies gezeigt. Wer sein Kapital gestreut hat ist durch den schnellsten Crash der Börsengeschichte entspannter durchgekommen.

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